Bundesweite Kampagne gegen illegalen Welpenhandel

23.08.2021

Bundesweite Kampagne gegen illegalen Welpenhandel

Der Hamburger Tierschutzverein initiiert gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund die Kampagne „Süße Ware, schneller Tod: Welpenhandel stoppen!“. Nachdem sich unter anderem der Tierschutzverein Berlin und viele weitere Partnervereine dafür engagieren, möchten nun auch wir uns beteiligen und diese wichtige Kampagne unterstützen!

Die Thematik rund um den illegalen Welpenhandel und das Welpensterben ist nicht neu, aber sie erlebt durch die anhaltende Corona-Pandemie ein dramatisches Ausmaß. Allein im Jahr 2020 hat sich die Zahl der vom illegalen Handel betroffener Hunde im Vergleich zum Vorjahr beinahe verdreifacht.  Auch im Jahr 2021 bricht der illegale Welpenhandel jetzt schon einen traurigen Rekord. Schon nach sechs Monaten ist die Zahl der betroffenen Tiere höher als die des gesamten Vorjahres.   

Tausende Hundewelpen werden auf verschiedenen Verkaufsplattformen zum Kauf angeboten. Oftmals stammen die Welpen aus Hundefabriken, in denen massenhaft Welpen unter furchtbaren Bedingungen „produziert“ werden. Sie werden viel zu früh von ihren Müttern getrennt, sind häufig schwer krank und unterversorgt und werden dann illegal nach Deutschland geschmuggelt. In vielen Fällen wird den Tieren, welche den Transport überlebt haben, vor der Übergabe ein Cocktail aus Adrenalin und verschiedenen Aufbaupräparaten gespritzt, sodass die Welpen kurzfristig gesund und munter wirken. Auch die Eltern werden nicht artgerecht gehalten. Hündinnen werden über viele Jahre als Gebärmaschinen missbraucht und den Rüden werden Hormone gespritzt, um die Welpenproduktion am Laufen zu halten. Die Tiere werden gewaltsam zu wiederholten Paarungen gezwungen und leben ohne Tageslicht, ohne soziale Kontakte und ohne Umwelteindrücke. Sie sind ohne medizinische Versorgung und werden getötet, sobald ihre „Produktivität“ nachlässt.

Wer glaubt, einen Welpen durch einen Kauf zu retten, fördert die qualvolle Zucht weiterer Tiere. Schaut genau hin und benachrichtigt die regionalen Tierschutzvereine, die Polizei oder die Veterinärämter, wenn ihr etwas Auffälliges beobachtet. Lasst uns gemeinsam den illegalen Welpenhandel stoppen!

welpenhandelstoppen

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